Prof. Dr. rer. nat. Alexander Steinkasserer
(Dermatologische Klinik am Universitätsklinkium Erlangen)

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Projekt: Charakterisierung der biologischen Funktion von CD83 auf reifen
           Dendritischen Zellen mittels gewebespezifischer knock-out Mäuse

 

Dendritische Zellen (DZ) sind als einzige antigenpräsentierende Zellen (APZ) in der Lage, naive T-Zellen zu stimulieren und werden daher auch als "natürliches Adjuvans" bezeichnet. Um ihre potente immunstimulatorische Funktion zu entfalten müssen DZ reifen. Dies erfolgt u.a. durch inflammatorische Stimuli und eines der am stärksten hochregulierten Moleküle, das Oberflächenprotein CD83. Es gilt seit langem als eines der besten Marker für reife DZ und zur Zeit kennt man zwei verschiedene Formen von CD83, eine Membran-gebundene und eine lösliche Form, die sich in ihrer biologischen Funktion stark un-terscheiden. Die Membran-gebundene Form besitzt ko-stimulatorische Funktionen, die lösliche Form ist dagegen immunsuppressiv. Die genaue biologische Funktion ist jedoch noch nicht be-kannt, und in dem hier beantragten Projekt wird mit Hilfe des "loxP-sites cre-Rekombinase Sys-tems" eine DZ-spezifische CD83-k.o. Maus generiert und anschließend mit einer CD11c-cre Maus verpaart. Dadurch kann die CD83-Expression in DZ gezielt ausgeschaltet werden. An-schließend wird der DZ-Phänotyp sowie der Einfluss der DZ-spezifischen CD83-Expression auf verschiedene Zellen des Immunsystems (u.a. T- und B-Zellen) erforscht. Darüber hinaus wird die funktionelle Bedeutung der CD83-Expression in Infektionsmodellen (u.a. Leishmania major) sowie im Autoimmunmodell der Experimentellen Autoimmun-Enzephalomyeltis (EAE) und im Hauttransplantationsmodell untersucht. Aus diesen Untersuchungen erwarten wir uns nicht nur bessere Kenntnisse bezüglich der biologischen Funktion von CD83 sondern generell ein fundierteres biologisches Verständnis der DZ bei der Regulation von adaptiven Immunantworten.