Prof. Dr. rer. nat. Lars Nitschke
(Lehrstuhl für Genetik an der Naturwissenenschaftlichen Fakultät)

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Projekt: Die Rolle von Siglec-15 und Siglec-H auf dendritischen Zellen
              in der Regulation von systemischer Autoimmunität


Siglec-15 ist ein Mitglied der sialinsäure-bindenden Siglec-Familie uns kann durch seinen geladenen Lysinrest in der Transmembrandomäne mit DAP12 interagieren. Es wird auf dendritischen Zellen und Makrophagen der Milz und Lymphknoten exprimiert. Die biologische Funktion ist weitgehend unbekannt. Durch die Generierung einer Siglec-15 knockout Maus und dem Einsatz eines neu generierten biotinylierten anti-Siglec-15-Antikörpers sollen in diesem Promotionsprojekt Expressionsanalysen von Siglec-15 durchgeführt werden und die neu generierte Siglec-15 knockout Maus charakterisiert werden, um so neue Erkenntnisse über Siglec-15 zu erhalten. Zusätzlich sollen menschliche Blutzellen auf Siglec-15 Expression untersucht werden

Siglec-H, das auf pDCs (plasmazytoiden dendritischen Zellen) im Knochenmark, Milz und Lymphknoten exprimiert wird, zeigt Antikörper-vermittelte Endozytose. Es wurde gezeigt, dass Siglec-H eine inhibitorische Rolle bei der Antigenpräsentation und TLR-9 abhängigen Ausschüttung von IL-12, welches natürliche Killerzellen zur Produktion von IFN-? anregt, einnimmt. Durch Stimulationsversuche mit pDCs von Siglec-H knockout Mäusen soll der Einfluss auf die Zytokinproduktion untersucht werden. Im Infektionsmodell mit murinem Cytomegalovirus (mCMV), bei dem es zur Produktion von Typ I Interferon kommt, soll mit Siglec-H defizienten Mäusen die Rolle von Siglec-H analysiert werden. Ein weiteres Modell ist die Infektion mit Leishmanien. Makrophagen und dendritische Zellen haben bei der Leishmaniose der Maus die Funktion den Erreger zu phagozytieren und seine Antigene zu präsentieren. Im Siglec-H knockout Mausmodell soll die biologische Funktion von Siglec-H untersucht werden.