Prof. Dr. med. Andreas Mackensen
(Medizinische Klinik V am Universitätsklinkium Erlangen)

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Projekt: Mechanismus der DN-T-Zell-vermittelten Suppression
             humaner CD4+ und CD8+ T-Zellantworten

 

Das vorliegende Projekt befaßt sich mit einer im humanen System noch weitgehend unbekann-ten Population regulatorischer T-Zellen, den TCRalpha/beta+ CD3+/CD4-/CD8- doppeltnegati-ven (DN) T-Zellen. In MHC-differenten Maus-Transplantationsmodellen konnte durch den Transfer von DN-T-Zellen eine akute Abstoßung verhindert und ein Langzeitüberleben des Haut- bzw. Herz-Transplantates erreicht werden. In eigenen publizierten Vorarbeiten konnten wir zeigen, dass humane DN-T-Zellen in einer niedrigen Frequenz im peripheren Blut nachweisbar sind und in vitro nach anti-CD3/CD28-Stimulation expandiert werden können. Aktuelle eigene Untersuchungen erbrachten den Nachweis, dass humane DN-T-Zellen nach Stimulation mit allogenen antigenpräsentierenden Zellen (APZ) die Fähigkeit erlangen, alloreaktive CD4+ und CD8+ T-Zellen sehr effizient zu unterdrücken. Dieser Prozeß ist Zellkontakt-abhängig, wird nicht indirekt über APZ vermittelt und führt nicht zur Induktion von Apoptose in den Effektorzellen. Da die Stimulation mit allogenen APZ eine Voraussetzung für die suppressive Funktion der DN-T-Zellen ist, handelt es sich um sog. induzierbare regulatorische T-Zellen. In diesem Promo-tionsprojekt soll nun der Mechanismus der DN-T-Zell-vermittelten Suppression alloreaktiver Immunreaktionen untersucht werden. Zunächst soll mittels vergleichenden Genexpressionsana-lysen geprüft werden, ob DN-T-Zellen nach Stimulation mit allogenen APZ suppressive Moleküle exprimieren. Im zweiten Teil des Promotionsprojektes sollen Signalwege, die die Suppression der Effektorzellen vermitteln, entschlüsselt werden. Langfristiges Ziel ist die Entwicklung einer adoptiven Immuntherapie mit DN-T-Zellen zur Behandlung bzw. Prävention von Abstoßungsreaktionen nach Transplantation.