Dr. rer. nat. Matthias Lechmann
(Dermatologische Klinik am Universitätsklinkium Erlangen)

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Projekt: Bedeutung des löslichen CD83-Moleküls bei der Regulation von
             T-Zellen und als Biomarker bei malignen Erkrankungen

 

Das membrangebundene Molekül CD83 (mCD83) ist eines der wichtigen Reifungsmarker auf dendritischen Zellen (DZ) und fungiert als kostimulatorisches Molekül bei der T-Zellaktivierung. Zusätzlich zu dieser membrangebundenen Form existiert auch eine lösliche Form (sCD83), die von aktivierten DZ und B-Zellen generiert wird. Im Gegensatz zu mCD83 besitzt sCD83 sowohl in vitro als auch in vivo starke immunsuppressive Eigenschaften.

Ziel 1: Direkte Regulation von naiven T-Zellen durch sCD83
Erste Vorergebnisse deuten darauf hin, dass sCD83 bei seiner immunsuppressiven Funktion nicht nur wie mehrfach publiziert auf DZ, sondern auch direkt auf T-Zellen wirkt. Dabei ist noch unklar, an welchen Stellen der T-Zellaktivierungskaskaden sCD83 seine Effekte vermittelt. Daher soll im ersten Ziel dieses Projektes Informationen über die direkte Wirkung von sCD83 auf die T-Zell Aktivierung/Differenzierung gewonnen werden. Dazu wird zunächst die Expression von ausgewählten Kandidatengenen (u.a. CD69, CD83, IFN?, IL-12 und GATA-3) in humanen CD4+ T-Zellen nach Aktivierung über verschiedene Stimuli mit oder ohne sCD83 untersucht. Ausgangsmaterial sind dabei Leukocyte Reduction Chambers (LRCs), die bei der Plasmaspende anfallen. Aus diesen werden per Dichtegradient-zentrifugation mononukleäre Zellen des peripheren Bluts (PBMCs) isoliert und mit Hilfe magnetischer Zellseparation (MACS) naive CD4+ T-Zellen isoliert. In einer Zeitkinetik wird aus den Zelllysaten mRNA gewonnen, die nach reverser Transkription in cDNA auf Expression der ausgewählten Kandidatengene durch Real time PCR analysiert wird. Dies liefert erste Hinweise auf durch sCD83 beeinflusste Kandidatengene und Zeitverläufe. Aufbauend auf diesen Daten wird in Folge mit der hergestellten cDNA zu bestimmten