PD Dr. rer. nat. Udo Gaipl
(Strahlenklinik am Universitätsklinkium Erlangen)

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Projekt: Die Rolle von therapieinduzierten immunogenen Zelltodesformen
             bei der Induktion einer Antitumor Immunität

 

Das Promotionsprojekt soll Aufschlüsse darüber liefern, ob und wie DZ und Makrophagen (Mp) nach Kontakt mit durch Bestrahlung, Zytostatika und / oder Hyperthermie induzierten toten Tumorzellen zur Entstehung einer Antitumor-Immunantwort beitragen. Letztere ist essentiell für die spezifische und lang anhaltende Bekämpfung von Metastasen, Rezidiven und geringen Tumormassen, welche nach Standardtherapien noch vorhanden sein können. Voruntersuchungen ergaben, dass Tumorzellen, welche mit Kombinationen aus Bestrahlung und Hyperthermie behandelt wurden, v. a. eines nekrotischen Zelltodes starben. Programmierte Nekrosen könnten eine Rolle in der adaptiven Immunantwort gegen Tumorzellen spielen. Bisher ist unbekannt, ob die Interaktion der nekrotischen Tumorzellen mit Mp und DZ hierfür verantwortlich ist. Es soll die Phagozytose der unterschiedlich behandelten Tumorzellen (Regulatoren) durch Mp und DZ (Effektoren) mittels Lebend-Zell-Imaging, Durchflusszytometrie und konfokaler Mikroskopie analysiert und verglichen werden. Aktivierungsmarker von DZ und Mp nach Kontakt mit den toten Tumorzellen, das aus der Co-Kultur resultierende Zytokinmilieu sowie die Freisetzung von immunaktivierenden Gefahrensignalen werden analysiert. Das Auftreten von behandelten, GFP transgenen Tumorzellen in Lymphknoten der Maus wird mittels in vivo Imaging analysiert. Des Weiteren werden Ovalbumin (OVA)-transfizierte Tumorzellen behandelt und eingesetzt, um die in vitro Aktivierung OVA-spezifischer T-Zellen durch DZ, welche aus einer mit den Tumorzellen beimpften Maus isoliert wurden, zu analysieren.